Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

FAQ

Fragen und Antworten zum Neubauvorhaben in der Cité Foch Nord Berlin-Reinickendorf

Wie viele Wohneinheiten werden realisiert? Im Rahmen der Wohnraumoffensive des Bundes, der Länder und Kommunen wird die BImA am Standort Cité Foch Wohnungsneubau für Bundesbedienstete in modularer Bauweise errichten. Der erste Bauabschnitt besteht aus drei Flächen: Auf WA (Allgemeines Wohngebiet, Nummerierung gemäß Bebauungsplanentwurf) 7, der Fläche des ehemaligen Sportplatzes wurden 140 Wohnungen gebaut. Auf WA 4, den ehemaligen Flächen des Bundesnachrichtendienstes sowie westlich davon und WA 5.1 - 5.3, Areal der ehemaligen Kommandantur und Sendestation entstanden insgesamt 180 Wohnungen. Insgesamt hat die BImA im ersten Bauabschnitt also 320 Wohnungen gebaut. In der vorbereitenden Planung sind die Baufelder WA 10 (ehemalige Schwimmbadfläche) und WA 2 und 3 (Flächen am Packereigraben). Auf WA 10 sollen Mehrfamilienhäuser mit fünf und sechs Geschossen entstehen. Eine Konkretisierung der Planungen zu WA 2 und 3 ist noch offen.

Hauptaugenmerk der Planung und Realisierung liegt derzeit im Bereich der Cité Foch Nord, im Wohngebiet WA 7 sowie WA 4 und 5. Die Realisierung erfolgt mit zwei Bauunternehmen in modularer und serieller Bauweise. Der erste Bauabschnitt hat begonnen mit dem Teilbauabschnitt WA 7 im August 2022. Die Fertigstellung des Baus ist im Herbst 2024 vorgesehen. Die Teilbauabschnitte WA 4 und 5 können erst bei Planreife des Bebauungsplans und nach Erteilung der Baugenehmigung beginnen. Die Vorplanung läuft einschl. der Klärung aller Vorgaben aus dem Baurecht, dann erfolgt die Genehmigungsplanung. Der zweite Bauabschnitt des Wohnungsbaus im WA 10 wird erst mittelfristig begonnen.

Handelt es sich bei dem neu entstehenden Wohnraum um Miet- oder Eigentumswohnungen? Es handelt sich um Mietwohnungen zur Unterbringung von Bundesbediensteten. Dadurch wird der Nachfrage von Bundesbediensteten nach Wohnraum in Berlin Rechnung getragen und eine Entlastung der allgemeinen angespannten Wohnungsmarktsituation erreicht.

Bleibt die BImA Eigentümerin der Neubebauung? Ja, die BImA wird die Eigentümerin der Wohnungsneubauten bleiben.

Wie wird sich der Baustellenverkehr gestalten und welche Sicherheitsmaßnahmen werden ergriffen? Der Baustellenverkehr wird überwiegend über die Rue Montesquieu und die Avenue Charles de Gaulle geleitet. Die Zufahrt zum Baufeld WA 7 erfolgt über die Avenue Charles de Gaulle.

Für die Sicherung des Schulwegs hat das Bezirksamt einen Fußgängerüberweg nicht genehmigt. Die Baufirmen wurden daher angewiesen, besonders auf Kinder zu achten. Auch die Schule wird die Kinder auf die Baustellenfahrzeuge aufmerksam machen.

Können Mietminderungen durch Lärm- und Schmutzbelastung geltend gemacht werden? Geltend gemachte Mietminderungsansprüche werden im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben geprüft.

Wie viele Parkplätze werden in der Quartiersgarage realisiert? Die derzeit nicht nutzbaren Stellplätze sollen zeitnah saniert werden. Im Parkhaus stehen dann wieder ca. 300 Stellplätze zur Verfügung. Eine Aufstockung des Parkhauses ist nicht geplant.

Werden auch E-Ladesäulen integriert und Carsharing angeboten? Die Einrichtung eines Carsharings wird durch die BImA angestrebt. Die Einrichtung von E-Ladesäulen ist aktuell nicht geplant, wird jedoch im Zuge der Parkhaussanierung geprüft.

Wie wird beim Umbau der Quartiersgarage mit den aktuell belegten Parkplätzen umgegangen? Für die Dauer der Parkhaussanierung wird auf der angrenzenden Fläche WA 10 ein Interimsstellplatz für Mieter des Parkhauses eingerichtet.

Werden Parkplätze durch das Neubauvorhaben im öffentlichen Raum wegfallen und wenn ja, wie werden diese kompensiert? Ja. Alleine durch die Schaffung von Grünflächen, Baumpflanzungen und natürlichen verkehrsberuhigten Bereichen fallen Parkplätze im öffentlichen Raum weg. Eine Kompensation ist im Rahmen der Verkehrswende nicht vorgesehen.

Es werden rund 710 Stellplätze innerhalb des Gebietes der Cité Foch vorhanden sein. Diese sind für die bestehenden und künftigen Bauvorhaben vorgesehen. Insgesamt ist die Parkplatzsituation für das gut durch den ÖPNV erschlossene Gebiet in Verbindung mit dem geplanten Wohnraum, als ausreichend anzusehen. Die Herstellung von weiteren Stellplätzen im Rahmen des Hochbaus auf dem Baufeld WA 2 wird nicht ausgeschlossen.

Wie sieht der Zeitplan der zukünftigen Erschließung aus? Im nördlichen Bereich der Cité Foch beginnt der erste Bauabschnitt Anfang 2023, die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen:

Der erste Teilbauabschnitt beginnt an der Nimrodstraße und schließt die Technikfläche der Berliner Wasserwerke für ein Regenrückhaltebecken sowie das neue Schmutzwasser-Pumpwerk mit ein. Der Teilbauabschnitt wurde im April 2025 fertiggestellt und durch den Bezirk Reinickendorf übernommen. Der zweite Teilbauabschnitt betrifft die gesamte Rue Racine einschließlich des neuen Kanals zur Einleitung des Regenwassers in das Rosentreterbecken. Der Teilbauabschnitt wird aus Zufahrtsgründen in vier Unterbauabschnitte eingeteilt. Davon sind derzeit zwei Abschnitte fertiggestellt und für die Nutzung freigegeben. Der dritte Teilbauabschnitt erstreckt sich dann über die gesamte Rue Montesquieu. Auch dieser Teilbauabschnitt wird in zwei Unterbauabschnitte eingeteilt. Die Bauarbeiten am dritten Teilbauabschnitt in der Rue Montesquieu, ausgehend von der Jean-Jaures-Straße, haben im März 2026 begonnen. Ein späterer, zweiter Bauabschnitt im südlichen Bereich der Cité Foch ist angestrebt, die Detailplanung dazu ist noch nicht abgeschlossen.

Die geplante Buslinie in der Avenue Charles de Gaulle wird erst nach öffentlicher Widmung der gesamten Straßen eröffnet, der Ausbau ist dafür entsprechend vorgesehen.

Wie wird mit dem Bring- und Abholverkehr zur Kindertagesstätte umgegangen und ist dieser Aspekt Teil des Verkehrskonzeptes? Ja, zur Sicherstellung einer öffentlichen Durchwegung des Gebietes der Cité Foch werden sowohl für den Fuß- als auch den Radverkehr im Bebauungsplan mehrere Geh- und Fahrrechte für die Allgemeinheit bzw. für die Benutzer und Besucher der angrenzenden Grundstücke festgelegt. Die Kindertagesstätte angrenzend an das WA 2 ist über mehrere Wege aus der Umgebung fußläufig erreichbar. An der Rue Montesquieu sollen Kurzzeitparkplätze für den Bring- und Abholverkehr eingerichtet werden.

Wird die Avenue Charles de Gaulle verbreitert oder privatisiert? Die bisher bestehenden privaten Straßenverkehrsflächen sollen mit Ausnahme eines Teilabschnitts der Avenue Charles de Gaulle als öffentliche Straßenverkehrsflächen gesichert werden. Die Avenue Charles de Gaulle bleibt im Bereich zwischen den Hausnummern 21 und 34 Privatstraße. Zur Verkehrsberuhigung der Straßen wird die Privatstraße abgepollert.

Wie wird mit der aktuellen Verkehrsbelastung in der Hochjagdstraße umgegangen? Der B-Planentwurf bringt mit der Unterbrechung der bisherigen Avenue Charles de Gaulle für den Durchgangsverkehr deutlich zum Ausdruck, dass eine Verringerung dieser Anbindung der Cité Foch angestrebt wird. Die beiden Hauptanbindungen für den Verkehr sind künftig die Avenue Charles de Gaulle an die Hermsdorfer Straße und die Rue Montesquieu an die Jean-Jaurès-Straße.

Warum ist der Bus in der Cité Foch notwendig und sind die Schüler:innen aus Tegel anreisend mitberücksichtigt? Eine Linienführung durch das Plangebiet ist erforderlich, um alle Bewohner der Cité Foch in einer angemessenen Entfernung an den öffentlichen Personennahverkehr zu erschließen. Dies geht aus den Vorgaben des Mobilitätsgesetzes MobG BE hervor. Wegen der künftigen 2 Schulstandorte entsprach der Bezirk dem Wunsch der BVG, den Zweirichtungsverkehr zuzulassen.

Wie kann ein möglichst ruhiger Verkehr auf der Rue Racine gewährleistet werden, trotz neuer Bewohnerinnen und Bewohner und Privatisierung der Hochjagdstraße? Auf der Rue Racine wird durch versetzte Parkbuchten mit Baumstandorten ein versetzter Verkehr hervorgerufen und dadurch eine Verkehrsberuhigung erzeugt.

Kann eine Tempo-30-Zone in der Cité Foch eingeführt werden, sodass auch der Bus sich daranhalten muss? Das ist Teil der mit dem Bezirk abgestimmten Verkehrsplanung. Diese sieht für die Straßen in der Cité Foch eine Tempo-30-Zone vor.

Wie kann die Verbindung zwischen der Cité Foch und dem Steinbergpark aussehen? Der Bebauungsplanentwurf sieht die Festsetzung verschiedener Wegerechte vor. Eine Fuß- und Radwegverbindung entlang des Packereigrabens in südwestlicher Richtung, ausgehend vom nördlichen Ende der Avenue Charles de Gaulle befindet sich aktuell in Ausführung. Die Fertigstellung ist für Spätsommer 2026 geplant. Eine Fußwegeverbindung unterhalb des früheren Collegé Voltaire wird im Rahmen des Schulneubaus geprüft.

Sind Baumpflanzungen, Solarthermie und begrünte Dächer vorgesehen? Zum Ausgleich des erforderlichen Eingriffs in die Natur werden neue, hochwertige Bäume gepflanzt, Grünflächen angelegt, Dächer extensiv begrünt und der Packereigraben renaturiert. Das Baugebiet erhält mehrere naturnah gestaltete Grünflächen (Fläche J und Birkenwäldchen), eine große Parkanlage im Norden (der sogenannte Park am Packereigraben) mit Verbindungen zu überörtlichen Grünanlagen. Im Rahmen der Gestaltung der Grünflächen, der Parkflächen sowie im Bereich der Bestands- und Neubauten sind Baumpflanzungen vorgesehen. 30 Prozent der Dachflächen der Neubauten des ersten Bauabschnitts erhalten Solarthermieanlagen, womit die Trinkwassererwärmung unterstützt wird. Begrünte Dächer sind vorgesehen - extensiv begrünt mit hohen Anforderungen – ein sogenanntes Biodiversitätsdach – mit 20 Zentimeter Bodensubstrathöhe.

Wo werden Ausgleichsflächen geschaffen für die Eingriffe in die Natur und Landschaft? Die Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzpflanzungen sind überwiegend im Bereich der Bestandsbauten und auf den Bauflächen selbst vorgesehen.

Warum wurden die Bäume an der Rue Racine gefällt? Die Bäume an der Rue Racine wurden gefällt, da diese im Bereich der notwendigen Erschließungsmaßnahmen standen. Teilweise waren Fällungen auch aus Gründen der Verkehrssicherheit (Baumstabilität nicht mehr gegeben) erforderlich. Es werden grundsätzlich nur Bäume gefällt, wo es absolut notwendig ist. Die Planung dazu wurde in enger Abstimmung mit dem Amt für Umwelt- und Naturschutz des Bezirkes so angepasst, dass möglichst viele Bäume erhalten bleiben können.

Wann wir die Kindertagesstätte realisiert und wie viele Plätze bietet sie an? Nach der aktuellen Planung wird die BImA die Herstellung der Kindertagesstätte im Rahmen des Hochbaus auf dem Baufeld WA 2 realisieren. Eine Konkretisierung der Planungen zu WA 2 ist noch offen. Es sind ca. 37 Plätze geplant.

Wie wird die zukünftige Auslastung der Grundschule durch den Zuzug zukünftig aussehen und reichen die Kapazitäten dafür? Die Kapazitäten reichen auch für den Zuzug aus, insbesondere durch den geplanten Neubau der Schule.

Was geschieht im Zuge des für 2025 geplanten Schulneubaus mit der Filiale II der Münchhausen Grundschule auf dem Gelände des ehemaligen Collège Voltaire? Der Schulneubau stellt eine Erweiterung des vorhandenen Standorts dar. Die Filiale II der Münchhausen Grundschule bleibt erhalten.

Wie wird die Fläche des alten Schwimmbades entwickelt und was passiert mit dem Gebäude in der Zwischenzeit? Das Gebäude wurde bereits abgerissen. Die Fläche ist ebenfalls für Wohnungsbau im 2. Bauabschnitt vorgesehen. Das historische Keramikflies wurde eingelagert. Der Bezirk prüft eine Verwendung anderenorts im Plangebiet.

Was passiert mit dem leerstehenden Gebäude (Av. Ch. de Gaulle 15) im Besitz der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM)? Dem Bezirk ist darüber nichts bekannt. Es befindet sich im Eigentum des Landes Berlin.

Wie wird mit der Erinnerung an den ehemaligen Französischen Sektor umgegangen, bleiben die Straßennamen und ihre Schilder bestehen? Die Straßennamen und Schilder bleiben bestehen. Das Fries im früheren Schwimmbad wurde vor Rückbau aufwändig geborgen und auf Kosten der BImA eingelagert. Es steht dem Bezirk für den Wiedereinbau an öffentlich zugänglicher Stelle (z.B. Schulneubau) zur Verfügung.

Ist noch geplant, den Bebauungsplan von 2008 in Kraft zu setzen und wird das dafür vorgeschriebene formale Verfahren eingehalten, insbesondere die noch nicht erfolgte Auslegung für Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern? Das Bezirksamt Reinickendorf hat in seiner Sitzung am 12. Juli 1994 die Aufstellung des Bebauungsplans XX-277a beschlossen. Der jetzige Bebauungsplanentwurf XX-277a basiert letztlich auf diesen frühen Planungsüberlegungen und wurde stetig an neue Gegebenheiten und Erfordernisse angepasst. So wurden auch die im Rahmen der im Jahre 2008 erfolgten Belange aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zum erweiterten Geltungsbereich sowie geänderten Planungszielen beachtet. Die Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 2 BauGB erfolgte im Jahr 2012. Diese wurde im November 2021 wiederholt und wurde ausgewertet. Danach erfolgte die Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 BauGB (zweite Stufe der Öffentlichkeitsbeteiligung). Der Bebauungsplan wurde am 09.05.2026 festgesetzt.

Ist dem beauftragten Planungsbüro die Projektstudie „Cité Foch – Perspektive 2025“ bekannt und ist diese in die Planung miteingeflossen? Die Projektstudie ist bekannt. Soweit aus rechtlichen, planerischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten möglich, wurden im Rahmen der Planungen und des Bebauungsplanverfahrens Anregungen und Ideen von Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigt.

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