Vom Rückbau zum Kunstobjekt – für die Glaskuppel beginnt ein neues Kapitel April/Mai 2026
Die aus der ehemaligen Passage entnommene Glaskuppel wird im Zuge der Baumaßnahme zerstörungsfrei rückgebaut und zur weiteren Verwendung vorbereitet. Anstatt entsorgt zu werden, erhält sie eine zweite Chance: Für einen symbolischen Preis von einem Euro übernimmt die Performance Electrics gGmbH die Kuppel.
An ihrem neuen Standort, dem E-Werk Luckenwalde, wird sie nun künstlerisch weitergedacht und kreativ neu genutzt – als sichtbares Zeichen für Wiederverwendung, Transformation und den bewussten Umgang mit bestehender Bausubstanz (Bildquelle: Tim Martens, E-Werk Luckenwalde).
Zirkuläres Bauen im Fokus – Fachveranstaltung im 3spitz 13.04.2026
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat sein Gutachten zu zirkulärem Bauen übergeben. Die BImA zeigt mit Projekten wie der Dreispitzpassage in Berlin, wie Kreislaufwirtschaft funktioniert (Bildquelle: SRU).
Die BImA entwickelt die 3spitz-Passage in Berlin-Mitte weiter und schafft neuen Wohnraum. Heute legte sie den symbolischen Grundstein an der Friedrichstraße (Bildquelle: BImA).
Das Projekt umfasst den Neubau von 44 Wohnungen im Zuge der Nachverdichtungsmaßnahme. Um diese realisieren zu können, wurde die Einkaufspassage zurück gebaut und die Tiefgarage wird statisch ertüchtigt. Der durch den Rückbau der Passage neu entstehende Innenhof wird zu einer grünen Oase gestaltet. Den Ausblick darauf werden zukünftig die Mieter des Neubaus und des Bestands haben. Die Bestandwohnungen der Claire-Waldoff-Str. 5 (18 Wohnungen) werden im Zuge der Baumaßnahme saniert und umstrukturiert, um das Quartier in Gänze neu z gestalten (Bildquelle: ARGE Spitze, secklerschick BDA PartGmbH).
Im Anschluss an die europaweite Ausschreibung wurde die ARGE Spitze als Generalplanerin mit der weiteren Ausarbeitung beauftragt (Bildquelle: ARGE Spitze, seckler schick BDA PartGmbB).
Im Rahmen der Wohnraumoffensive werden geeignete Grundstücke für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Bundesbedienstete identifiziert, um zur Entlastung angespannter Wohnungsmärkte in Ballungsräumen beizutragen. Eines dieser Grundstücke ist der 3spitz. Das Büro Seckler Architekten erarbeitete eine Machbarkeitsstudie, die verschiedene Varianten für einen Neubau sowie die Umgestaltung des Bestandsgebäudes in der Claire-Waldoff-Straße 5 untersucht. Auf dieser Basis wurde eine Vorzugsvariante entwickelt und ein Bauvorbescheid beantragt.
Die ursprünglich großen Erwartungen an die 3spitz-Passage haben sich im Laufe der Jahrzehnte nicht erfüllt. Sie wurde von der Bevölkerung nur wenig angenommen und war zunehmend von Leerstand sowie wiederkehrenden, jedoch erfolglosen Versuchen, die Passage neu zu beleben, geprägt. (Bildquelle: BImA).
Die 3spitz-Einkaufspassage wird am 5. September 1992 feierlich eröffnet. Zu diesem Anlass gestaltete der Potsdamer Künstler Wolf-Dieter Pfennig das Eröffnungsplakat.
Das Ensemble rund um Friedrichstraße, Claire-Waldoff-Straße und Reinhardtstraße wurde um eine Einkaufspassage sowie Tiefgarage erweitert. Aus den meisten Wohnflächen sind moderne Büroflächen entstanden (Bildquelle: https://www.entwicklungsstadt.de).
3spitz – zwischen Planung der DDR und Aufbruch nach 1990 1985-1991
In den späten 1980er-Jahren der DDR wurde der „3spitz“ als Wohn- und Geschäftshaus geplant. Ursprünglich sollte der Wohnraum im Fokus stehen. Doch durch den Wandel der Zeit änderten sich die Bedarfe (Bildquelle: Archiv deutsches Technikmuseum).